Eine Reise endet.

Die Reise, die mich dazu gebracht hat, diesen Blog zu starten, begann vor inzwischen zwei Jahren. Mein Mann und ich entschieden uns, nach der Hochzeit die Pille abzusetzen und ein Kind zu bekommen. Der Weg, die Reise, war nicht ganz so einfach wie erwartet. Aber schließlich hat es geklappt: Ich wurde schwanger und wir wurden Eltern.

Das Projekt „Schwanger werden wollen“ ist somit vorerst abgeschlossen. Ich wollte schwanger werden, ich wurde schwanger und nun bin ich Mutter. Das bedeutet im Umkehrschluss für mich, dass diese Reise an diesem Punkt endet.

Da ich aber Bloggerin mit Leib und Seele bin und es mir unfassbar viel Spaß macht, aus meinem Leben zu berichten und Menschen an dem teilhaben zu lassen, was ich tue und was mich bewegt, werde ich sicher nicht von der Bildfläche verschwinden. Ich blogge weiter auf einem neuen Blog, der meinen alten, öffentlichen, Blog, all meine weiteren Onlinepräsenzen und diesen Blog zusammenführt. Dort werde ich über meine Arbeit, mein Leben, das Elternsein und alles, was mich sonst bewegt, schreiben.
Aus vorwiegend persönlichen Gründen (möchte ich diesen Blog doch auch für die Nachwelt privat halten) werde ich die Domain des neuen Blogs hier nicht öffentlich posten. Ihr könnt mir aber gern einen Kommentar oder eine Nachricht oder E-Mail (unter Kontakt) mit einer gültigen E-Mail Adresse hinterlassen, dann maile ich euch die Domain gern zu. Ich würde mich freuen, wenn wir weiterhin in Kontakt bleiben und ich euch weiterhin zu meiner Leserschaft zählen würde.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen alles nur erdenklich Gute!
Liebste Grüße ❤

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Grüße aus der Versenkung

Ihr Lieben! Endlich komme ich mal wieder dazu, ein paar Worte zu tippen. Die letzte Zeit war bei mir nämlich ganz schön turbulent.

Nach einem vorzeitigen Blasensprung, 30 Stunden Wehen inklusive auffälligem CTG (Bradykardie beim Kind unter den Wehen) und Geburtsstillstand bei 4 cm geöffnetem Muttermund kam am 13. Februar um 12:09 Uhr meine Tochter Felicitas nach Kaiserschnitt unter Vollnarkose zur Welt. ❤️

Ihr Papa und ich sind sehr verliebt in das kleine Menschenwesen – und sie hält uns ordentlich auf Trab. Seit etwas über einer Woche sind wir zu Hause und leben uns hier ein. Stillen klappt aus diversen Gründen leider nicht, daher pumpe ich ab und füttere die Muttermilch per Fläschchen. Auch spuckt unsere Tochter uns hier gern mal alles voll. Aber ansonsten ist sie unser kleiner Sonnenschein. Papa ist heute den ersten Tag wieder arbeiten und die kleine Maus und ich verbringen den Tag zu zweit. Weil sie gleich wieder Hunger bekommt, werde ich an dieser Stelle gar nicht mehr viele Worte verlieren. Ich hoffe, ich komme bald dazu, ausführlicher von den letzten Wochen der Schwangerschaft und von der doch recht aufregenden Geburt zu berichten.

Bis dahin sende ich euch liebe Grüße aus dem Wochenbett! ❤️

Der neunte Monat, Woche 33 bis 36

Es ist Sonntag, ich sitze auf meinem Bett und komme endlich dazu, den Rückblick auf den neunten Schwangerschaftsmonat zu schreiben. Irgendwie habe ich im Moment kaum Zeit oder Gelegenheit, irgendetwas zu tun. Die Tage ziehen an mir vorbei und ehe ich mich versehe, gehe ich schon wieder schlafen. Ich habe das Gefühl, nichts zu schaffen, obwohl ich so viel tue. Es ist verrückt.
Mein Mann ist, neben der Arbeit, im Moment regelmäßig in unserer alten Wohnung, räumt aus und um, streicht, tapeziert und macht all die Dinge, die ich kräfte- und schwangerschaftsbedingt nicht mehr tun kann. Derweil bin ich in der neuen Wohnung, arbeitstechnisch endlich im Mutterschutz (zwei Wochen später als geplant) und packe Kisten aus. Da endlich die Küche aufgebaut ist und ich endlich endlich eine Spülmaschine habe, kann ich mein Geschirr nebenbei spülen, im Keller die Waschmaschine laufen lassen und zeitgleich Schränke einräumen. Es wird, ich bin guter Dinge. Und nun komme ich, in der Mitte der 37. Woche, endlich dazu, den Rückblick auf die letzten vier Wochen zu verfassen.

Beschwerden in der Schwangerschaft
Die Schmerzen  in der Symphyse haben im achten Monat ja nachgelassen, dafür habe ich seit etwa der 35. Schwangerschaftswoche Senkwehen. Vor allem, wenn ich viel stehe, viel sitze oder viel im Auto unterwegs bin (Stichwort Schlaglöcher!), zieht und sticht es ziemlich arg. Nach einer Weile hilft dann tatsächlich nur noch liegen, mit Vorliebe auf der Seite. Auch der Rücken schmerzt nach einer Weile gewaltig. Das Problem ist, dass zwar alles noch irgendwie geht, aber eben nur noch in Maßen. Jede Position wird auf Dauer schmerzhaft, außer liegen. Was nicht heißen soll, dass ich gut schlafen kann. Ich wache nachts etwa ein Mal die Stunde auf. Meistens liegt es daran, dass ich versuche, mich umzudrehen und dabei Schmerzen habe. Deswegen gehe ich im Moment sehr früh ins Bett und schlafe trotzdem relativ lange, bzw. bleibe relativ lange im Bett. So erreiche ich trotzdem ein gutes Schlafpensum. Und so lange wir noch zu zweit sind, kann ich mir das ja auch erlauben. 😉
Der Harndrang ist gleichbleibend hoch und wird durch die Senkwehen nur noch gesteigert. Das muss ich wohl einfach aushalten. Gleiches gilt nach wie vor für die Stimmungsschwankungen. Mittlerweile stelle ich auch fest, dass meine Stimmungen durchaus durch das Essen beeinflusst werden. Wir kennen ja alle dieses „hangry“ oder „hungerböse“-Gefühl. Das habe ich im Moment echt sehr extrem. Wenn ich hungrig bin, fange ich irgendwann an, grundlos zu heulen. Völlig verrückt. Sobald ich dann etwas essen, geht’s wieder besser. Ich hoffe, dass dieses Extrem wieder aufhört, wenn die Geburt hinter mir liegt.
Das Sodbrennen wurde in letzter Zeit so schlimm, dass ich sogar nachts davon aufgewacht bin. Ich hasse dieses Gefühl, ganz ehrlich! Mir wird davon schlecht, ich habe das Gefühl, mich übergeben zu müssen und kann erst, wenn es sich ein wenig beruhigt, etwas trinken. Das macht mir mitunter am meisten zu schaffen.

Schöne Erlebnisse
In den letzten vier Wochen haben sich einige schöne Erlebnisse aneinander gereiht. Silvester habe ich nur mit meinem Mann verbracht, wir haben Raclette gemacht, die Party am Brandenburger Tor im Fernsehen verfolgt, ein bisschen Feuerwerk geguckt und sind um halb zwei ins Bett gegangen. Es war ruhig, es war entspannt und einfach schön. Wir haben das letzte Silvester nur als Paar einfach genossen.
Dann hatte ich bereits zwei Besuche bei meiner Gynäkologin, da ich ja inzwischen im 14-Tage-Rhythmus angekommen bin. Die Blutversorgung des Kindes ist nach wie vor super, es gibt keine Wehentätigkeit und das Kind liegt perfekt. Beim letzten Besuch am vergangenen Dienstag sagte meine Ärztin, das Kind könne jetzt im Grunde kommen, medizinisch spräche nichts mehr dagegen. Und das hört man doch gern (auch wenn mein Mann meinte, dass sich das Kind ruhig noch bis Februar Zeit lassen darf, weil wir dann die alte Wohnung los sind!).
Im Januar war auch meine Babyparty, freundlicherweise organisiert von meiner Schwägerin. Es war ein schöner Nachmittag, ein paar nette Menschen, Kuchen und Pizza und tolle Gespräche über Geburt, Schwangerschaft und Erziehung. Ich habe von meiner Schwiegermutter eine voll gepackte Windeltasche bekommen (obwohl ich doch keine Geschenke wollte, aber wer hört schon auf die Schwangere?) und bin dahingehend nun bestens ausgestattet.
Zu guter Letzt war die Anmeldung zur Geburt in meinem Wunschkrankenhaus ein schönes Erlebnis. Das Gespräch dauerte etwa fünf Minuten, die Hebamme war unfassbar nett und lieb (sie hat meinen Namen gesungen, was ein bisschen freaky, aber sehr lustig war) und ich bin weiterhin glücklich mit der Krankenhauswahl. Seit Donnerstag darf ich dort entbinden (das Krankenhaus entbindet nicht vor der 37. Woche, weil sie für so frühe Frühchen nicht ausgestattet sind).

Weniger schöne Erlebnisse
Beim CTG Anfang Januar hat mein Baby eine solche Randale veranstaltet, dass ich insgesamt zwei Mal ran musste, einmal etwa 45 Minuten und dann nochmal 30. Danke dafür, es war echt anstrengend und kräftezehrend! Ich habe ja schon oft gehört, dass Kinder das CTG nicht mögen, aber das war schon echt hart für mich. Beim letzten CTG war es wieder etwas entspannter, Gott sei Dank.
Meine Schwägerin nervt ein wenig, wenn sie mir ständig erzählt, dass ihr Bauch in der gleichen Schwangerschaftswoche ja viel größer war als meiner. Am liebsten möchte ich dann antworten „Ja, du warst ja auch noch fetter als ich, als du schwanger wurdest!!!“ – mache ich aber natürlich nicht. Ich lächle, zucke die Schultern und denke mir meinen Teil.
Außerdem habe ich im Moment ein paar Probleme mit meiner besten Freundin. Ich weiß nicht, ob ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt und / oder gute Tipps habt, wie ich damit umgehen kann, aber ich berichte einfach mal. Zum Einen meint sie immer wieder, genau zu wissen, wie es mir geht, was ich kann und was nicht. Nein, sie war natürlich noch nie schwanger. Aber hier einige Beispiele: Sie und ihr Freund haben überlegt, dass wir in unserem Freundeskreis doch mal wieder bowlen gehen könnten, im Januar. Sie schlug das also vor und meinte noch im selben Atemzug, ich könne ja wie ein Cheerleader die anderen anfeuern und „daneben stehen“. Ja, das hat sie wirklich so gesagt. Vielleicht ist es überzogen, dass ich mich aufgeregt habe, weil sie mir offensichtlich nicht zutraut, noch bowlen zu können (warum sollte ich nicht? Wenn ich nicht gerade die schwerste Kugel nehme und vorsichtig bin, sehe ich da kein Problem!), aber dass sie dann, als ich mich beschwerte und sagte, dass ich durchaus in der Lage sei, zu bowlen, antwortete „Komm mal runter, das war lieb gemeint!“ hat mir echt den Rest gegeben.
Beispiel Nummer zwei: Vor einigen Tagen meinte sie, ich könne mich ja nicht mehr bücken. Ich antwortete, dass ich das durchaus könne, nur eben nicht lange, sondern nur kurz und auch nicht mehrmals hintereinander. (Es sieht halt nicht schön aus, funktioniert aber noch!) Sie unterstellte mir daraufhin, aber doch garantiert nicht mehr bis zum Boden. (Spoiler: Auch das geht!). Als ich ihr sagte, dass auch das noch möglich sei, wollte sie ernsthaft, dass ich es beweise. Warum verhält sie sich so?
Letztes Beispiel: Bei meiner Babyparty kam sie zunächst eine Dreiviertelstunde zu spät (sie hatte den Tag verwechselt) und blieb dann nur etwa zwei Stunden. Das Abendessen ließ sie ausfallen, mit der Begründung sie hätte Essen (Raclette) zu Hause. Ich hatte das Gefühl, dass sie einfach keinen Bock hatte. Gut, ich verstehe ja, dass sie bei Geburtsberichten und so nicht mitreden kann. Aber sie ist doch meine beste Freundin! Und ja, ich weiß, dass sie auch gern schon verheiratet und schwanger wäre (was nicht der Fall ist, da sie mit ihrem Freund erst seit einem halben Jahr zusammen ist) – aber ich würde mir einfach wünschen, dass sie sich trotz allem für mich freut. Sie ist übrigens auch die Freundin, die eigentlich erwartet hatte, dass sie Patentante wird. Nicht, dass man nicht auch Teil im Leben des Kindes sein kann, wenn man nicht Patentante ist.
So, genug aufgeregt.

Zum Abschluss noch ein riesiger Glückwunsch an die liebe Friedaliebtschnickschnack vom Blog Eat.Live.Laugh.Love zur Geburt ihrer Tochter Madita! ❤ Ich freue mich sehr für dich, du hast das Glück verdient! ❤

So, mal schauen, wann der nächste Beitrag kommt. Einer müsste ja um den ET fällig sein, mit dem Rückblick auf die letzten vier Wochen der Schwangerschaft – es sei denn, mein Baby macht sich früher auf den Weg. Ich bin sehr gespannt!

Liebe Grüße ❤

Die Sache mit der Zeit

Ihr Lieben.

Eigentlich hatte ich vor, einen Jahresrückblick auf diesem Blog zu veröffentlichen. 2017 Revue passieren zu lassen, sowohl kinderwunsch- und schwangerschaftstechnisch, aber auch bezogen auf die Bereiche, die sonst auf diesem Blog nicht so sehr behandelt werden. Jetzt sind wir bereits in der zweiten Kalenderwoche von 2018 und der Jahresrückblick ist immer noch nicht da.
Und sein wir ehrlich: Er wird auch nicht mehr kommen.

Mein Leben war 2017 und besonders in den letzten zwei bis drei Monaten verdammt aufregend. Es ist viel passiert, schöne und doofe Dinge (wobei das Beste an 2017 eindeutig die Schwangerschaft war!) und zwischen Weihnachten und Silvester sind mein Mann und ich auch noch umgezogen. Das letzte Jahr verging wie im Flug, ich kam kaum mit, alles zu realisieren, was so passiert ist. Und jetzt sitze ich hier, in meiner neuen Wohnung (die noch weit davon entfernt ist, fertig zu werden) und mit einer ordentlichen Babykugel (35. Woche, das soll wohl sein) und weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Bis zur Geburt habe ich noch ein paar Beiträge geplant und nur der liebe Gott weiß, wie schnell ich nach der Geburt wieder zum Schreiben komme.

2018 wird wahrscheinlich noch 1000 Mal aufregender als 2017. Die Geburt meines Kindes steht bevor, ich habe vor, bereits im März wieder anzufangen zu arbeiten und habe noch ein paar andere Pläne, gemeinsam mit meinem Mann und meiner kleinen Familie, die hier gerade entsteht.
Was die Arbeit angeht müsst ihr jetzt keine Panik haben und könnt euch „Lass das bloß!“-Kommentare verkneifen. Ich arbeite, wie einige wissen, von zu Hause aus und auf selbstständiger Basis. Das heißt, ich kann an den PC gehen und arbeiten, wenn Zeit ist und wenn es mir gut geht. Ich habe einen Kunden, der ab Mitte / Ende März wieder mit mir rechnet. Also gehe ich es langsam an, schaue, wie viel Zeit ich für die Arbeit erübrigen kann und steigere das Pensum nach und nach.
Ansonsten würden mein Mann und ich mit dem Babylein Ende des Jahres gern ein wenig verreisen und ein paar Tage im Ausland verbringen. Ich möchte nach der Geburt wieder baldmöglichst anfangen, regelmäßig Sport zu machen (das vermisse ich gerade regelrecht!), um einfach wieder fitter zu werden. Ich hoffe, dass die Zeit beides zulässt.

Das mit der Zeit ist ja sowieso so eine Sache. Es fühlt sich kaum an, als wäre ich schon seit 35 Wochen schwanger. Selbst, wenn man bedenkt, dass die Befruchtung ja erst Ende Mai war und ich somit seit etwas mehr als 32 Wochen tatsächlich schwanger bin, ist es irre, wie schnell diese Zeit jetzt verging. Der positive Test war doch erst letzte Woche?! Ich kann es kaum erwarten, dass das Knirpschen auf die Welt kommt, obwohl es ja noch ca. fünf bis sechs Wochen dauern wird (oder noch länger?). Und diese letzten Wochen werden wahrscheinlich auch im Flug vergehen… Vor allem, da die Wohnung bis zur Geburt noch fertig gemacht werden muss. Morgen kommt die Küche, danach wird die Couch fertig gemacht und wir können endlich ein paar mehr Kisten (die im Moment natürlich alle im Kinderzimmer stehen), auspacken. Dann noch das Bad fertig einrichten, das Beistellbett bei meinem Schwager abholen und dann kann unser Baby von mir aus kommen.

Bald sind wir zu dritt. Ich kann es kaum glauben, dass es DIESES Jahr soweit ist. In ein paar Wochen. Wow.

Ich hoffe, es geht euch gut.
Liebe Grüße ♥

Frohe Weihnachten!

Liebe Mit-Schwangere, liebe Muttis, liebe Kinderwünschlerinnen, und auch liebe andere Menschen, die diesen Blog lesen & begleiten!

2017 neigt sich dem Ende zu. Für viele von uns war es ein aufregendes Jahr. Ich habe vor, die Tage nochmal einen ordentlichen Jahresrückblick zu verfassen, daher an dieser Stelle nur einige Worte:

Ich wünsche euch allen frohe, besinnliche & ruhige Feiertage! Egal ob ihr Weihnachten feiert oder nicht, habt eine schöne Zeit, genießt sie mit euren Liebsten und lasst es euch gutgehen. Die Realität wird uns schon schnell genug zurück bekommen, da können und müssen wir uns diese Auszeit gönnen. Allen, die an den kommenden Tagen arbeiten, möchte ich danken, dass sie uns jeden Tag mit ihrer Arbeit den Arsch retten. Ich wünsche euch, dass auch ihr die Zeit findet, etwas zur Ruhe zu kommen.

Danke sagen möchte ich außerdem denen, die meine Beiträge in diesem Jahr kommentiert haben & mir und allen anderen damit so viele wertvolle Ratschläge gegeben haben. ❤️

Ich hoffe, es geht euch allen gut und ihr seid mit den Menschen zusammen, die euch lieben und die ihr liebt.

Der achte Monat, Woche 29 bis 32

Und wieder ist ein Monat rum. Wieder bin ich vier Wochen näher am Entbindungstermin. Was mir vor allem aufgefallen ist, ist, dass ich langsam anfange „rückwärts“ zu rechnen. Also nicht mehr „Ich bin SCHON 32 Wochen schwanger“, sondern „Ich bin NOCH ca. 8 Wochen schwanger“. Das ist mit die größte Veränderung. Ansonsten ist im Moment ganz schön viel los, wir befinden uns ja auch schon quasi im Endspurt… Weihnachten & Silvester stehen vor der Tür, der Umzug will gestemmt werden, ich bin immer weniger fit und und und. Aber ich greife vor. Hier also mein Bericht zum achten Schwangerschaftsmonat.

Beschwerden in der Schwangerschaft
Es ist tatsächlich so, dass meine Schwangerschaft beschwerdetechnisch in drei Phasen (quasi die Trimester) eingeteilt werden kann. Im ersten Trimester fühlte ich mich müde, mir war häufiger übel, ich war nicht besonders fit. Im zweiten Trimester wurde ich wieder fitter, konnte mehr machen und hatte insgesamt auch weniger Beschwerden und mehr Elan. Jetzt, im dritten Trimester, scheint das wieder abzunehmen. Mit dem Umfang meines Bauches wächst die Immobilität und Bewegungseinschränkung. Bücken kann ich mich noch gerade so, aber nur kurz, weil sonst Schmerzen und Kreislaufprobleme einsetzen. Stehen geht auch nur noch kurz. Beim Laufen bin ich nach kurzer Zeit außer Atem und fühle mich, als hätte ich einen Marathon hinter mir. Die Schmerzen in der Symphyse haben Gott sei Dank wieder nachgelassen, aber dafür macht der Rücken jetzt Probleme. Laufen geht ansonsten noch relativ gut, also abgesehen von der Kurzatmigkeit.
Die Stimmungsschwankungen sind weiterhin unverändert, im Westen nichts Neues, ich muss wohl einfach warten, bis meine Hormone sich beruhigen.
Seit einigen Tagen habe ich das Problem, dass ich grundsätzlich jedes Mal, wenn ich aufstehe, zur Toilette muss. Egal, ob das am PC ist, beim Essen, zwischendurch, ich renne mehrfach pro Stunde – und muss dann auch tatsächlich! So viel kann man gar nicht oben nachschütten, wie ich pinkle. 😀
Das leidige Sodbrennen plagt mich immer noch, vor allem, wenn ich auf der rechten Seite liege. Ein einfacher Seitenwechsel schafft hier aber Abhilfe. Ansonsten bekomme ich langsam wieder ordentlich Hunger, obwohl ich an meinem letzten Termin bei meiner Ärztin schon wieder ein halbes Kilo weniger auf der Waage hatte als vor vier Wochen… Aber ich will mich nicht beklagen.
Mittlerweile spüre ich regelmäßig Übungs- und zuletzt auch Senkwehen. Es zieht und ziept und zwackt, ist aber auszuhalten. Und da vom Gebärmutterhals und Muttermund her alles noch gut aussieht, mache ich mir da keinen größeren Kopf.
Beim bzw. nach dem CTG hatte ich zuletzt ziemliche Kreislaufprobleme, wahrscheinlich, weil ich so lange unbeweglich auf der Seite lag. Aber mit viel trinken ging es dann besser.

Schöne Erlebnisse
Der letzte Termin bei meiner Gynäkologin war sehr schön. Ich finde es ja jedes Mal sehr entspannt dort, aber dieses Mal war eben der dritte und letzte Ultraschall-Termin. Wir haben fünf tolle Bilder mitbekommen und konnten unser Baby ganz genau anschauen. Leider waren keine 3D-Bilder möglich, einfach weil das Kind nicht optimal lag. Es lag relativ weit hinten in Richtung Rücken und hat uns auch den Rücken zugedreht. Aber es gibt Schlimmeres. Sofern alle Organe vorhanden sind (sind sie!), am richtigen Platz sitzen (sitzen sie!) und ordentlich arbeiten (tun sie!), bin ich beruhigt. Mein Kind ist derzeit rund 43 cm groß und wiegt bereits 2095 Gramm. Dadurch wurde ich um etwa eine Woche vordatiert, aber mal sehen – die wenigsten Kinder halten sich ja an ihren geplanten ET. 😉
Auch spüre ich das Kind immer häufiger und immer großflächiger. Es liegt bereits in Schädellage (bleib so, Kind, bleib so!) und boxt und tritt fröhlich durch die Gegend. Ein wunderbares Gefühl, so als Mutter. Das hat allerdings auch das CTG zu spüren bekommen. Die Tritte nicht nur zu spüren, sondern sie auch zu hören, war nochmal irgendwie was Tolles und BEsonderes. Bin ich übrigens die einzige Schwangere, die es total entspannend und beruhigend findet, den Herztönen beim CTG zu lauschen? Ich mag das total!

Weniger schöne Erlebnisse
Ich muss leider sagen, dass ich derzeit relativ gestresst bin. Die Familien von mir und meinem Mann machen alle ein Gewese um Weihnachten, dass ich am liebsten in den Urlaub fahren würde. Dann steht zwischen den Feiertagen noch der Umzug an, mein Mann muss noch ein paar Mal im Dezember und Januar ins Krankenhaus, teilweise stationär, mein Vater wird operiert und die Geburt rückt immer näher. Das alles drückt auf meine Stimmung. Das Packen für den Umzug stresst zusätzlich.
Ich versuche zwar, mich immer wieder hinzulegen und mir Auszeiten zu gönnen, aber das ist gar nicht so einfach. Zumindest habe ich inzwischen einen Großteil meiner Kliniktasche gepackt. Es fehlen nur noch ein paar Sachen, die jetzt nach und nach dazukommen und das beruhigt mich zugegebenermaßen ungemein. Das Packen geht auch gut voran und die alte Wohnung haben wir ja auch noch bis Ende Januar, sodass ich kein schlechtes Gewissen haben muss, wenn ich lieber einen Beitrag für den Blog schreibe, als die Küchenschränke auszuräumen 😉

Noch acht Wochen! It’s the final countdown…

Liebe Grüße ♥

„Du bist schwanger, nicht krank!“

Achtung, dies hier wird ein Rant. Wer ein Problem mit Meckern auf hohem Niveau hat oder so viel schlechte Laune am Freitag nicht lesen kann oder will, der sollte wirklich, wirklich nicht weiterlesen. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und wir lesen uns bald sicher mit einem erfreulicheren Blogpost wieder! ♥

 

ICH KANN DIESEN DÄMLICHEN SATZ NICHT MEHR HÖREN! Der nächste, der ihn mir ungefragt an den Kopf knallt, dem knall ich auch mal was an den Kopf. Meine Handtasche zum Beispiel. Oder einen Stuhl. Oder eine volle Wasserflasche, aus Glas, versteht sich. Warum müssen Menschen immer so dumme Dinge sagen?! Ich versteh’s einfach nicht. Haltet euch doch bitte an folgende 2 Dinge:

  1. Wenn man keine Ahnung, einfach mal die Fresse halten.
  2. Wenn du nichts Nettes zu sagen hast, dann sag einfach gar nichts.

Ist das so schwer? Nicht genug damit, dass meine eigene Schwiegermutter, die selbst zwei Kinder zur Welt gebracht hat, mir ständig damit in den Ohren liegt, ich „solle mich ja nicht so anstellen“ und sie „hätte in der 29. Woche ja nicht so gekeucht“ – danke, Schwiegermutter, für dein Verständnis, aber mein Baby drückt leider alle Organe, die oberhalb der f*cking Gebärmutter liegen, in den Brustkorb, sodass das Herz einfach keinen Platz mehr hat!!! – nein, auch alle möglichen anderen Leute meinen, genau zu wissen, wie es mir geht, seit ich schwanger bin.

Ich bin diese Woche auf zwei Weihnachtsessen gewesen, mit recht ähnlicher Besetzung. Und ich bin ganz ehrlich: Das Kind drückt auf die Blase, auf die Symphyse und generell auf das Becken. Mir ist klar, dass das normal ist, aber: Es tut manchmal verdammt weh. Wenn ich lange sitze und dann versuche, aufzustehen, habe ich starke Schmerzen und brauche eben etwas länger, bis ich aufrecht stehe. Wenn ich dann loslaufe, sehe ich aus wie ein kleiner, dicker, watschelnder Pinguin. Ich muss leider öfter aufstehen, denn da das Baby auf der Blase rumturnt, muss ich ständig zum Klo. Auch das ist normal, wenn auch nervig. Ich kann keine sonderlich schweren Sachen mehr heben, manchmal ist sogar meine Handtasche zu schwer und dann muss mein Mann sie tragen. Und wenn ich ein paar Schritte zu viel und / oder zu schnell gelaufen bin, bin ich komplett aus der Puste und muss mich hinsetzen. Und mir dann von einem Mann (!!!), der etwa 60 Jahre alt ist, anhören zu dürfen, ich sei ja schwanger und nicht krank, macht es irgendwie nicht besser. Woher, zum Teufel, will der wissen, wie es mir geht?! Er war nie schwanger (wie gesagt, ein MANN!!!), er hat keine Kinder, er ist kein verdammter Gynäkologe. Er hat wahrscheinlich noch nie einen Kreißsaal von innen gesehen. Und trotzdem, er meinte an beiden Weihnachtsessen zu mir:
„Du bist doch schwanger, und nicht krank.“

Ja, danke, mir ist klar, dass ich Schwangerschaft nicht im ICD-10 finde. Mir ist klar, dass es eine gute Sache ist, schwanger zu sein. Aber ich möchte mal die Leute, die mir das ständig erzählen wollen, sehen, wenn sie folgende Symptome gleichzeitig haben:

  • Bauchschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Schmerzen in der Symphyse
  • ständiger Harndrang
  • Stimmungsschwankungen
  • Bewegungseinschränkungen dank riesigem Bauch
  • empfindliche Brüste und Brustwarzen
  • Wassereinlagerungen in den Händen und damit verbunden ständig eingeschlafene Finger
  • Keine schweren Sachen mehr heben dürfen oder können, selbst wenn man wollte

Ich kann mich nicht ordentlich bücken, ich passe in die wenigsten meiner alten T-Shirts, ich kann manchmal kaum laufen, jede Bewegung tut weh. Und dann soll ich trotzdem glücklich rumlaufen, so tun, als wäre das alles nichts? WEIL ICH JA NICHT KRANK BIN?! Himmelherrgott noch eins, ich sage ja nicht, dass ich Mitleid will, weil es mir ja ach so schlecht geht. Meistens geht es mir sogar, zumindest psychisch und emotional, sehr gut. Aber ich bin der Ansicht, dass der Satz

Du bist schwanger, nicht krank!

sofort aus JEDEM Wortschatz gestrichen werden sollte. Ausnahmslos.

Ich bin in letzter Zeit dazu übergegangen, auf diesen bescheuerten Satz mit folgendem zu antworten: „Nö, krank nicht, aber behindert.“ Das nimmt den meisten Leuten den Wind aus den Segeln. Man kann jetzt darüber streiten, ob „behindert“ das richtige Wort ist und so weiter, aber als Konter kommt der Satz wirklich gut! Und meistens halten die Leute dann endlich die Klappe.

So, Rant zu Ende. Sorry, das musste aber jetzt einfach mal raus. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende! ♥