Brief an mein ungeborenes Kind

Hallo mein Schatz!

Seit 28 Wochen bin ich jetzt offiziell schwanger. Und seit 25 Wochen wohnst du in meinem Bauch. Das ist an sich schon so verrückt… Immerhin waren wir vor 10 Monaten noch gar nicht sicher, ob du so bald existieren könntest. Und jetzt spüre ich dich in meinem Bauch herumtoben, jeden Tag.
Du feierst kleine Parties, boxt in die Matratze und randalierst regelrecht – am allerliebsten dann, wenn ich eigentlich gerade schlafen möchte. Wenn ich dann meine Hand auf die Stelle lege, die du gerade malträtierst, wirst du ruhiger, sodass ich einschlafen kann. Wir scheinen uns schon jetzt aufeinander einzupendeln, einen gemeinsamen Rhythmus zu entwickeln, und das, obwohl ich noch etwa 12 Wochen auf dich warten muss.

Dein Papa und ich, wir sind beide sehr aufgeregt. Wir können es kaum erwarten, dass du endlich geboren bist und mit uns diese Welt erkunden kannst. Wir malen uns immer wieder aus, wie schön es wird, wenn du erstmal da bist, auch wenn ich eine Heidenangst vor deiner Geburt habe. Aber wir drei zusammen, wir stehen das durch, oder? Wir sind füreinander da, wir schaffen diese letzte Hürde vor dem gemeinsamen Leben zusammen!
Wie wirst du wohl aussehen, wenn du zur Welt kommst? Wirst du klein und zierlich sein, so wie Mama und Papa, als sie geboren wurden? Wirst du viele dunkle Haare haben oder gar keine? Bekommst du meine Nase und Papas Augen – oder umgekehrt? Und was für einen Charakter wirst du wohl haben? Wirst du neugierig durch die Welt gehen? Ein kleiner Wirbelwind, wie dein Cousin? Oder wirst du ein ruhiges Kind, das gern mit Bauklötzen spielt und malt? Es ist so aufregend, sich auszumalen, wie du wohl sein wirst – und die Realität wird bestimmt noch aufregender!

Natürlich machen dein Papa und ich uns auch Gedanken, die nicht so aufregend und positiv sind. Schaffen wir das Leben mit einem Baby? Wirst du gesund und munter sein? Wirst du, wie die Mama, gar keine Kinderkrankheiten bekommen oder wirst du ständig mit bösen Erregern zu kämpfen haben? Werden wir dir gute Eltern sein oder werden wir viele dumme Fehler machen, die wir uns in Jahren noch vorhalten werden? Wirst du uns eines Tages sagen, dass du uns hasst?
Ich hoffe sehr, dass ich die Mutterrolle gut ausfüllen werde. Dass ich da sein werde, wenn du mich brauchst. Dass ich dir aber auch genug Selbstvertrauen mitgeben kann, deine eigenen Fehler zu machen. Was ich dir auf jeden Fall schon heute versprechen kann: Wenn du Fehler machst, kannst du jederzeit zu deinem Papa und mir zurückkommen, wir werden für immer dein sicherer Hafen sein.

Bald werden wir umziehen und unsere aktuelle Wohnung wirst du gar nicht mehr kennen lernen. Sie ist aber auch viel zu klein für drei Leute. Und du sollst schließlich auch ein eigenes Kinderzimmer haben, in dem du dich austoben kannst.

Jetzt gerade bist du ganz ruhig. Weißt du, dass ich mit den Gedanken bei dir bin, während ich diese Zeilen schreibe? Wirst du sie wohl eines Tages lesen? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur eins: Ich liebe dich jetzt schon mehr, als ich jemals einen Menschen auf diesem Planeten geliebt habe.
In den letzten Wochen und Monaten habe ich gemerkt, dass sich meine Prioritäten immer mehr verschieben. Vor jeder Entscheidung, die ich treffe, stelle ich mir die Frage, was für Auswirkungen das auf dich und unser Leben mit dir haben wird. Alle Dinge, die ich mir für die Zukunft ausmale, handeln von dir, haben dich im Blick und betreffen dich. Ich freue mich so sehr auf dich!

Ich hoffe, du freust dich auch auf uns.

In Liebe,
Deine Mama. ♥

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Von Kaiserschnitten und Kliniktaschen

Ihr Lieben, in letzter Zeit mache ich mir viele Gedanken zum Thema Entbindung. Und mit „in letzter Zeit“ meine ich ungefähr die Zeit, seit meine Schwangerschaft bestätigt wurde. Ich bin heute bei 25 + 5, also am Ende der 26. SSW. Für eine Entbindungsklinik (bzw. zwei, siehe hier) habe ich mich ja bereits entschieden und in dem verlinkten Beitrag auch schon erwähnt, dass ich keinen Kaiserschnitt möchte. Und genau dazu wollte ich unbedingt nochmal ein paar Worte schreiben.

Ich habe eine Freundin, die vor sieben Jahren Mutter geworden ist. Sie hat sich damals für einen Kaiserschnitt entschieden. Es lag keine medizinische Notwendigkeit vor, sie wollte es einfach so. Mir gegenüber hat sie zugegeben, dass es ihr einfach lieber so war, vor vielen anderen Leuten hat sie, der Einfachheit halber, behauptet, dass das Kind in BEL liegen würde. Einfach, damit niemand sie verurteilen würde wegen ihrer Entscheidung.
Inzwischen kann ich diese Freundin sogar fast verstehen. Vor sieben Jahren war ich einfach überrascht, habe das so akzeptiert und mir gedacht, dass es ja ihre Entscheidung sei. Aber seit ich selbst schwanger bin, erlebe ich eine gewisse Angst vor der Geburt. Ich bin, seit ich denken kann, eine riesige Schissbuxe und habe vor Allem Angst. Höhenangst, Angst vor Schmerzen, als Kind auch Angst im Dunkeln. Die Liste könnte ich noch endlos fortsetzen. Ihr wisst, worauf ich hinauswill. Und aufgrund dieser Angst kann ich nachvollziehen, warum meine Freundin sich damals für einen geplanten Kaiserschnitt entschieden hat. Sie wusste, wann die Geburt sein würde. Sie konnte sich darauf vorbereiten. Sie musste keine Angst vor den Wehen haben. Und so weiter. Die Sicherheit, die einem das gibt, wirkt beruhigend, das verstehe ich total.

Und trotzdem will ich keinen Kaiserschnitt. Ein Kaiserschnitt, ob per PDA oder in Narkose, ist immer eine Operation, ein Eingriff. Es ist ein Risiko für Mutter und für Kind. Sofern also keine medizinische Notwendigkeit für eine Sectio vorliegt, ist die natürliche Geburt, mit Wehen, Blasensprung und dem berühmt-berüchtigten Pressen, die bessere Alternative. Ich habe mich verschiedenen Ärzten und Hebammen in den Entbindungskliniken hier am Ort gesprochen und sie alle waren sich einig: Ein Kaiserschnitt ist Stress – für Mutter und Kind. Eine natürliche Geburt wird seit Ewigkeiten bei den Säugetieren praktiziert. Wir sind heutzutage medizinisch aufgeklärt, wir werden in jeder Geburtssituation überwacht – und wenn irgendwas passiert, das eine Gefahr für Mutter und / oder Kind darstellt, dann kann sofort eingegriffen werden. Und aus diesem Grund halte ich es für nicht sinnvoll, meine eigene Angst vor der Geburt über die Sicherheit für mein ungeborenes Kind zu stellen und deshalb einen geplanten Kaiserschnitt zu machen.

Versteht mich nicht falsch: Wenn es einen medizinischen Befund gibt, der eine Sectio aus Sicherheitsgründen und gesundheitlichen Gründen notwendig macht, dann werde ich das natürlich nicht ablehnen. Das wäre ja vollkommen verrückt! Ich möchte einfach die sicherste Geburt für mich und mein Kind haben. Und deshalb stelle ich mich meiner Angst vor der Geburt.
Dazu noch eine kleine Anekdote: Eine Freundin sagte, als ich diese Angst zugab, zu mir: „Ach, je näher es auf die Geburt zugeht, desto weniger Angst hast du. Dann bist du froh, wenn es bald soweit ist und das Kind endlich auf der Welt ist. Da hast du irgendwann auch keine Angst mehr!“ – Drei Mal dürft ihr raten, wie viele Kinder diese Freundin schon zur Welt gebracht hat. 😉

Dann habe ich mir, im Rahmen der Gedanken zum Kaiserschnitt, in den letzten zwei, drei Wochen auch immer mehr Gedanken zur ominösen Kliniktasche gemacht. Was gehört da rein? Wann sollte sie gepackt sein? Worauf kann man gut verzichten? Diese Fragen haben mich wie bekloppt googeln lassen. Inzwischen habe ich einen guten Überblick, was in die Kliniktasche gehört – hat jemand Interesse an meiner persönlichen Liste?
Was mich aber immer noch beschäftigt, ist die Frage, wann die Tasche gepackt sein soll. Online habe ich zwischen 30. und 36. SSW alles gelesen. 36. Woche erscheint mir aber doch schon relativ spät… Ich bin aber auch ein Planungsmonster und will bei solchen Sachen immer auf Nummer sicher gehen. Dazu kommt erschwerend, dass ich um meine 34. Schwangerschaftswoche auch noch umziehe. Den Schlüssel bekommen wir, wenn ich in der 32. Woche bin und dann liegt der Umzug an. Und ich möchte die Tasche eigentlich nicht im Umzugsstress packen. Zumal man dann die Hälfte vergisst, einen Teil nicht wiederfindet und so weiter… Ihr kennt Umzüge. Die Frage ist jetzt: Wie handhabt ihr das? Wann werdet ihr packen, bzw. habt es vor? Und die, die bereits ein Kind bekommen haben: Wann habt ihr gepackt?
Habt ihr vielleicht noch Insider-Tipps, was ganz besonders wichtig ist oder was auf allen Listen steht, aber absolut sinnlos ist?
Ich überlege im Moment, ob ich tatsächlich schon vor dem Umzug die Kliniktasche packen werde. Die Tasche ist dann soweit fertig, sie steht bei den anderen Sachen rum und nimmt auch nicht mehr Platz weg. Mal sehen… Was sagt ihr dazu?

Mädchen oder Junge?

Wir kennen das Geschlecht.

So, jetzt ist es raus. Beim Arzttermin am letzten Dienstag wurde ein Ultraschall gemacht, weil es vor vier Wochen Probleme mit dem Vier-Kammer-Blick gab und da wir der Vertretungsärztin erzählt hatten, dass das Baby da noch ein bisschen schüchtern gewesen war, sah sie einfach nochmal nach. Und siehe da, wir hatten einen Superduper1A-Blick zwischen die Beine und konnten mit sehr großer Sicherheit sagen, welches Geschlecht unser Kind haben wird. Und mit wir meine ich die Ärztin, mich und meinen Mann. Wir alle haben gesehen, was Sache ist.

Na, wer ist jetzt neugierig? 😉 Kann ich verstehen, wäre ich auch. Ich muss euch aber leider enttäuschen: Ich werde nicht sagen, was es wird. Mein Mann und ich haben uns nun doch entschieden, das ganze Thema für uns zu behalten. „Offiziell“ wurde also gar kein Ultraschall gemacht. Der nächste steht laut Plan dann im Dezember an, wo „offiziell“ nichts zu sehen sein wird. Das hat einfach den Grund, dass unser gesamtes Umfeld, Familie, Freunde, uns ständig damit in den Ohren liegt, welches Geschlecht das Kind haben wird.
„Ich hab‘ von einem Mädchen geträumt und bei meinem Sohn hab‘ ich auch richtig gelegen, also wird’s bestimmt ein Mädchen!“
„Wisst ihr schon, was es wird?“ (Meine Standardantwort: „Wir hoffen, dass es ein Mensch wird.“)
„Ach, wir können doch eh nur Jungs, das wird garantiert ein Junge!“
Das war nur eine kleine Auswahl der Sprüche und Fragen, mit denen wir tagtäglich konfrontiert werden. Und weil es keinen interessiert, dass wir das Thema nicht schon seit ca. 15 Wochen besprechen wollen, werden wir es jetzt einfach niemandem sagen. Außerdem wollen wir sehen, wie die Leute reagieren, wenn sie das Kind dann schließlich nach der Geburt kennen lernen und sehen, ob es ein Mädchen oder ein Junge ist. Aber deshalb werde ich mich auch hier bedeckt halten – man weiß ja nie…

Was mir aber aufgefallen ist, ist, dass es für uns noch ein bisschen realer ist, seit wir das Geschlecht kennen. Wir sprechen unser Kind, wenn wir alleine sind, jetzt zunehmend mit dem Vornamen an (denn ja, Namen haben wir, schon lange, für beide Geschlechter entschieden) und irgendwie freuen wir uns tierisch. Obwohl das weniger mit dem Geschlecht an sich zu tun hat, als einfach damit, dass wir es jetzt wissen.
Die liebe Pari vom Blog möchtegernmutti hat sich zu der Geschlechterfrage zuletzt auch häufig geäußert. Sie möchte es nicht wissen, um nicht eine so genannte Propellermutter zu werden und um nicht in die Rosa-Blau-Falle zu tappen. Verstehe ich total. Mir ist auch klar, dass das durchaus eine „Gefahr“ darstellt, wenn man das Geschlecht kennt. Aber ich gebe mein Bestes, um dies zu umgehen. Klamotten bekommen wir zunächst sowieso geschenkt. Und da alle Kinder in unserer Umgebung Jungs sind, sind alle Klamotten nicht rosa, sondern eher blau. Oder neutral. Gestreift. Bunt. Weiße Bodies. Mir ist es auch völlig egal, vor allem in den ersten Monaten, einfach weil Kinder aus ihren Klamotten in dieser ersten Zeit sowieso unfassbar schnell rauswachsen. Und diese klassischen Rollenklischees? Halte ich nichts von. Ganz einfach. Puppen, Lego, Autos, Rosa, Blau, Grün? Unser Kind soll gut finden, was es will.
„Warum wolltest du’s dann wissen?“, mag der Eine oder die Andere sich jetzt fragen. Ganz einfach: Weil ich unheimlich neugierig bin! Ich will immer alle möglichen Dinge wissen und deshalb auch diese Sache. Obwohl sich nichts ändert. Wir tauschen das Kind ja schließlich nicht um, weil es das vermeintlich falsche Geschlecht hat.

Trotzdem hat sich, rein gefühlsmäßig, irgendwas verändert. Wir konnten den ganzen Dienstag nicht aufhören zu grinsen. Und haben uns ausgemalt, wie die Leute wohl reagieren, wenn sie schlussendlich herauskriegen, ob es ein Mädchen oder Junge wird. Und haben uns gegenseitig beschworen, dass wir um jeden Preis versuchen wollen, dichtzuhalten. Das mögen einige verrückt finden, aber uns bereitet das eine diebische Freude. Wir sind regelrecht zu einer verschworenen Einheit geworden. Und freuen uns, falls das geht, sogar noch ein kleines bisschen mehr auf unser Kind.

So, da ich es schon weiß und ihr nicht, nehme ich ab jetzt Wetten an, welches Geschlecht das Kind hat. Spoiler: Es sind keine Zwillinge! 😀 Was glaubt ihr, bekomme ich ein Mädchen oder einen Jungen? Die Auflösung gibt’s dann, wenn mein Mann und ich auch im echten Leben nicht mehr dichthalten können oder eben nach der Geburt!

Liebe Grüße ♥

Die Sache mit dem Krankenhaus

Ich weiß ja nicht, wie ihr das seht, aber ich möchte in einem Krankenhaus entbinden. In einem Kreißsaal, umgeben von Hebammen, Ärzten und Pflegepersonal. An einem Ort, an dem sofort gehandelt werden kann, wenn mit mir oder dem Kind irgendetwas nicht in Ordnung sein sollte.
Mir ist bekannt, dass Hausgeburten oder Geburten in Geburtshäusern, nur begleitet von Hebammen, durchaus auch sicher sind und immer mehr Gefallen in der Gesellschaft finden. Aber für mich ist das nichts. Wirklich nicht.

So, jetzt, da das geklärt ist, zu der großen Frage, die mich seit Beginn der Schwangerschaft beschäftigt hat:

Wie wählt man das „richtige“ Krankenhaus für die Entbindung aus?

Es gibt natürlich einige Fragen, die man einem Krankenhaus vorab stellen kann und sollte, zum Beispiel in Bezug auf Zahlen und Fakten:

  • Wie viele Kreißsäle gibt es?
  • Wie viele Hebammen / Ärzte sind gleichzeitig im Dienst, auch nachts und am Wochenende?
  • Wie hoch ist die Kaiserschnittrate?
  • Gibt es eine Kinder-Intensivstation bzw. ist das Krankenhaus ein so genanntes „Perinatalzentrum Level 1“?
  • Falls nicht, gibt es dann Kinder-Intensivmediziner, die im Notfall schnell zur Stelle wären?
  • Welche Möglichkeiten, zu entbinden, gibt es (z. B. Wassergeburt, Geburtshocker, etc.)?
  • Welche Möglichkeiten zur Schmerzlinderung werden angeboten?
  • Falls das einem wichtig ist (mir ist es wichtig): Werden Familienzimmer angeboten und wenn ja, was kostet der Spaß?

Darüber hinaus ist natürlich wichtig, wie weit das Krankenhaus vom Wohnort entfernt ist, falls es doch mal schnell gehen muss (was ja nicht unwahrscheinlich ist). Also, zumindest mir war das wichtig. Natürlich gibt es noch viele weitere Dinge, auf die manch eine Schwangere wert legen kann, das muss jeder für sich selbst wissen. Ich habe z. B. alle Eventualitäten bedacht, die einen geplanten Kaiserschnitt nötig machen könnten, also in medizinischer Hinsicht. Ich persönlich halte nichts davon, einen geplanten Kaiserschnitt „einfach so“ zu machen, ohne medizinische Notwendigkeit. Wir reden dabei schließlich immer noch über eine Operation, einen Eingriff, der mit Risiken verbunden ist. Das sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen! Von daher war es mir wichtig, bei der Wahl darauf zu achten, dass ich auch da für alles gewappnet bin.

Und, zu guter Letzt, was mir besonders wichtig war: Fühle ich mich in der Klinik wohl? Es ist nicht zu unterschätzen, wie entspannend es wirkt, wenn man sich an einem Ort oder in der Gegenwart von bestimmten Menschen wohl und gut aufgehoben fühlt. Und gerade in der stressigen Geburtssituation sollte man sich meiner Meinung nach in einem Krankenhaus befinden, in dem man sich möglichst wohlfühlt.

In meiner Stadt gibt es vier Entbindungskliniken. Eine davon ist mit dem Auto rund 30 Mniuten entfernt, was diese Klinik eigentlich schon disqualifiziert hat. Trotzdem haben wir an den Kreißsaalführungen und Infoabenden in allen vier Kliniken teilgenommen, einfach, weil ich mir ein ordentliches Bild verschaffen wollte, einen Überblick.
Mein Mann hatte bereits im Vorfeld einen Favoriten, weil er dort geboren wurde, respektierte aber natürlich, dass ich das selbst entscheiden wollte, immerhin liege ich dort mal in den Wehen und so weiter. Ein anderes Krankenhaus kannten wir auch schon, da meine Schwägerin dort entbunden hat und wir hatten so einen kleinen „Erfahrungsbericht“. Natürlich sehr subjektiv, aber gut.

Das „weit entfernte Klinikum“ ist bei der Besichtigung sofort rausgefallen. Ganz einfacher Grund: Die Wochenbett-Station ist in der vierten Etage. Der Kreißsaal auf der ersten Etage und der OP auch, aber am anderen Ende des Krankenhauses. Und dazu gibt es noch nichtmal reine Bettenaufzüge, sondern nur zwei Aufzüge für alle. Das hat mir tatsächlich einfach nicht zugesagt.
Die Klinik, in der meine Schwägerin entbunden hat, ist mit über 2500 Geburten im Jahr (kein Scherz!) die größte Klinik hier in der Gegend. Ein grundsätzlich schönes Haus, nette Leute. Leider konnten wir uns die Kreißsäle nicht ansehen, weil das dort einfach nicht mehr angeboten wird, aufgrund der hohen Zahlen. Das Krankenhaus ist ein Perinatalzentrum Level 1, was sehr gut ist. Allerdings hatte ich ein bisschen das Gefühl, dass man dort nur eine Nummer, eine von Vielen ist. Stimmt wahrscheinlich nicht, war einfach so ein Bauchgefühl…
Das dritte Krankenhaus ist ein Uniklinikum. Weite Wege, weil es ein riesiges Krankenhaus ist, aber das ist auch fast der einzig negative Punkt. Die Station, die Kreißsäle und die Kinderintensiv ist komplett auf einer Etage (das Krankenhaus ist Perinatalzentrum Level 1). Eine relativ hohe Kaiserschnitt-Rate, was laut eigener Aussage des Personals daran liegt, dass sie auch viele Frühchen ab der 24. Woche haben und diese selbstverständlich per Kaiserschnitt geholt werden müssen.
Das letzte Krankenhaus ist das, in dem auch mein Mann geboren wurde und in dem ich Anfang September mit meiner Blutung lag. Eine schöne Station, nur Zweibett-Zimmer, alle als Familienzimmer möglich. Das Pflegepersonal ist sehr nett und größtenteils kompetent (man hat ja bekanntlich immer solche und solche). Auch die Ärzte empfand ich bereits im September als sehr freundlich. Die Kreißsäle sind vor gut 1 1/2 Jahren renoviert worden und wunderschön. Die Hebammen sind verdammt cool drauf und nett. Ich habe mich sowohl bei meinem Aufenthalt als auch bei der Besichtigung sofort wohl gefühlt. Einziger Minuspunkt: Kinder werden dort erst ab 36 + 0 entbunden, weil das Krankenhaus keine Kinderintensivbetreuung gewährleisten kann. Falls doch mal was passiert oder ein Kind vor der 37. Woche kommt, wird es in das Krankenhaus gebracht, in dem meine Schwägerin entbunden hat. Die beiden Kliniken unterhalten sowas wie eine „Partnerschaft“, was das angeht. Man ist also immer topversorgt.

Da sich bei mir bisher keine größeren Komplikationen abzeichnen, habe ich mich, wie man vielleicht schon herauslesen konnte, für das letzte Krankenhaus entschieden, einfach, weil ich mich dort am wohlsten fühlte. Es werden diverse Methoden der Schmerztherapie angeboten (von Homöopathie über Lachgas bis hin zur PDA) und man kann eine Wassergeburt haben, es gibt einen Geburtshocker, eine Sprossenwand und so weiter und so fort… Kurz: Eine gut ausgestattete Klinik, in der ich mich ja auch schon auskenne.
Sollte es allerdings notwendig sein, vor der 37. Woche zu entbinden, gibt es noch das Uniklinikum. Dieses Krankenhaus ist, von meiner Wohnung aus, das nächste und daher am schnellsten zu erreichen. Deshalb habe ich mich entschieden, mich in beiden Kliniken Anfang des Jahrs anzumelden und dann einfach je nach Schwangerschaftswoche in einem der beiden zu entbinden.

P.S.: Familienzimmer, Wassergeburten und die diversen Mittel zur Schmerzlinderung wurden übrigens überall angeboten. Am Ende scheinen es doch die Kleinigkeiten zu sein, die die Entscheidung für oder gegen eine Klinik ausmachen…

Liebe Grüße! ♥

Der sechste Monat, Woche 21 bis 24

Wow, die Zeit rast nur so dahin. Der sechste Schwangerschaftsmonat war aufregend, entspannt (ja, ich weiß, dass das ein Widerspruch ist) und hatte insgesamt ziemlich viel zu bieten. Vier Kreißsaalbesichtigungen bzw. Infoabende standen an, die Beschwerden wurden weniger und wir haben uns endlich auf die Suche nach einer neuen Wohnung gemacht. Deshalb bin ich fast überrascht, dass ich jetzt schon im siebten Monat schwanger bin.

Beschwerden in der Schwangerschaft
Langsam scheine ich wirklich im so hoch gelobten und entspannten zweiten Trimester angekommen zu sein. Seit Anfang September bin ich blutungsfrei, die Wassereinlagerungen machen mir auch nicht mehr so sehr zu schaffen wie noch vor vier Wochen. Dafür brauche ich wieder häufiger meinen Mittagschlaf. Das hat aber vor allem damit zu tun, dass ich nachts unfassbar schlecht schlafe. Ich finde kaum eine bequeme Position, wache immer wieder auf, besonders, wenn ich mich bewege und bin dadurch morgens wie gerädert. Ich denke, ich werde demnächst doch mal in ein Stillkissen investieren. Wenn mein Mann nämlich morgens das Haus verlässt und ich so zwei Decken zur Verfügung habe, kann ich mich mit einer zudecken und die andere unter meinen Bauch schieben und dann meistens nochmal zwei Stunden schlafen. Aber das ist ja kein Dauerzustand…
Die Stimmungsschwankungen sind geblieben, mit dem Unterschied, dass ich sie jetzt häufig kommen sehe und dann schon weiß, dass ich an dem Tag nicht stabil bin und wichtige Diskussionen etc. lieber auf den nächsten Tag verschiebe. Allerdings habe ich vergangene Woche das zweite Mal einen Heulanfall aus heiterem Himmel erlebt. Wieder habe ich den halben Nachmittag geschlafen, bin aufgewacht, zur Toilette gegangen und dann habe ich auf dem Bett angefangen, wie ein Schloßhund zu heulen. Mein Mann, der auf der Couch auch eingedöst war, kam völlig panisch zu mir und wollte wissen, was los sei. Und ich zuckte die Schultern und schniefte „keine Ahnung“. Super. Sowas nervt mich hart. Wenn ich wenigstens einen „Grund“ für das Heulen habe, ist das ja noch okay, aber so ganz ohne? Völlig bekloppt!
Die Rückenschmerzen sind besser geworden, ich merke sie nur noch, wenn ich lange am PC sitze oder stehe, aber dann lege ich mich einen Moment hin (wenn möglich). Das hilft. Das Schwimmen hilft auch. Ansonsten bin ich derzeit regelrecht beschwerdefrei. Mir ist schon klar, dass sich das schnell ändern kann und sich auch definitiv nochmal ändern wird, aber derzeit bin ich einfach nur dankbar.

Blutungen
Wie gesagt, bin ich seit Anfang September blutungsfrei. Ich hoffe, dass das jetzt so bleibt und ich in einigen Wochen das Magnesium ganz in Ruhe ausschleichen kann. Momentan nehme ich nämlich insgesamt vier Tabletten täglich und ich will wirklich nicht einfach alles absetzen, das kann ja nicht gut sein.

Schöne Erlebnisse
Wir haben in den letzten vier Wochen alle vier Entbindungskliniken in unserer Stadt besichtigt und uns Kreißsäle angeschaut, Hebammen, Ärzte und Pflegepersonal kennen gelernt und uns für eine bzw. zwei Kliniken entschieden, in denen ich mir vorstellen kann, mein Kind zur Welt zu bringen. Dazu schreibe ich aber wahrscheinlich einfach gesondert nochmal was.
Außerdem haben wir angefangen, uns nach einer Wohnung umzusehen. Die 51m², die wir jetzt haben, sind so vollgestopft, dass wir nicht wüssten, wohin mit einem Bett für den kleinen Stöpsel. Also musste etwas Größeres her. Der Wohnungsmarkt ist, wie in den meisten Städten, auch bei uns nicht der Brüller, eher im Gegenteil. Wir haben uns also darauf eingestellt, ewig zu suchen und zu besichtigen und frühestens im Märzt (zur Erinnerung: ET ist voraussichtlich im Februar) umziehen zu können. Aber: Denkste! Die zweite Wohnung, die wir besichtigt haben, ist es. 16m² mehr, Balkon, Bad mit Fenster, großer Keller, Waschküche mit Platz für Waschmaschine UND Trockner, Trockenboden, insgesamt nur fünf Parteien und ggf. die Möglichkeit, einen kleinen Garten dazuzumieten. Und die Wohnung ist komplett renoviert und nur fünf Minuten von unserer alten Wohnung entfernt. Vorgestern haben wir den Mietvertrag unterschrieben und wir werden noch dieses Jahr umziehen! Das ist zwar alles recht kurzfristig, aber so können wir relativ sicher sein, noch vor der Geburt mit Sack und Pack in der neuen Bleibe zu sein. Ich bin so froh, dass das geklappt hat! Die Wohnung ist total schön, wir haben mehr Platz und ein sehr ruhiges Umfeld. 🙂
In den letzten vier Wochen spüre ich das Kind immer häufiger. Ein schönes Gefühl. Leider kann man von außen noch nix spüren, was einfach daran liegt, dass ich mit Übergewicht in diese Schwangerschaft gestartet bin und daher recht viel Bauchspeck habe. Aber solange es dem Knirps gutgeht, ist alles paletti.
Am Dienstag hatte ich außerdem meinen Termin beim Gynäkologen. Leider war meine Ärztin im Urlaub, aber die Vertretung war sehr nett und die Untersuchung war kurz und schmerzlos. Es sieht alles gut aus. Beim Wiegen wurde wieder mal festgestellt, dass ich abgenommen habe, 3 Kilo in einem Monat. Laut Ärztin ist das aber nicht bedenklich, solange es dem Knirps gutgeht. (Hier nochmal Grüße an Frau Zweistrich – darüber hatten wir uns neulich ja unterhalten! ♥) Außerdem wurde der Glukosetoleranztest gemacht, ich warte noch auf die Ergebnisse, aber ich denke, dass alles gut ist. Eine Grippeimpfung habe ich bei der Gelegenheit auch direkt bekommen. War also alles in allem ein guter Termin.

Weniger schöne Erlebnisse
Da wir noch dieses Jahr umziehen, muss unser „Babymoon“ ausfallen. Weder finanziell noch zeitlich passt der noch in das Jahr. Wir mussten da einfach Prioritäten setzen und der Umzug ging einfach vor. Es ist eine vernünftige Entscheidung, wenn auch eine nicht so tolle. Aber da muss ich wohl einfach durch.
Abgesehen davon ist meine Schwägerin derzeit recht anstrengend. Sie hat vor zwei Jahren meinen Neffen bekommen und es war von vornherein klar, dass wir, wenn es bei uns soweit ist, abgelegte Klamotten und Möbel etc. von ihm bekommen werden. Jetzt ist es soweit und sie zickt rum, weil meine Schwiegermutter (die einen Großteil der Sachen angeschafft hat), direkt meinte, dass wir das ja dann alles haben können. Mein Schwager (der Bruder meines Mannes) hat da auch kein Problem mit, Klamotten, Beistellbett, Kinderwagen, alles super, aber meine Schwägerin lässt sich bei jedem Teil drei Mal bitten und ist sauer, dass das „über ihren Kopf hinweg“ entschieden wurde. Was ich sogar verstehen könnte – wenn es nicht um Sachen ginge, die sowieso meine Schwiegermama für alle ihre Enkelkinder angeschafft hat. Ich finde das Verhalten mein Schwägerin ein Stück weit albern, zumal ich, sollte sie nochmal schwanger sein, ja auch alles, was mein Kind nicht mehr braucht, wiederum an sie abtreten würde. Wie man das eben in einer Familie so macht. Aber gut, ich will mich da auch nicht aufregen, das ist nur schlecht für den Blutdruck. Also durchatmen.

Noch vier Wochen, dann bin ich im dritten Trimester. Wo bleibt die Zeit?!

Liebe Grüße! ♥

Turbulenzen & Chaos. Oder: Der fünfte Monat

Schon wieder ist ein Monat Schwangerschaft vorbei. Der fünfte Monat, also die Wochen 17 bis 20, waren von Turbulenzen geprägt. Bereits Anfang September war ich für ein paar kurze Tage im Krankenhaus, dann war mein Mann krank, inklusive Krankenhausaufenthalt und dann hatte ich noch einen großen Ultraschalltermin. Alles in allem verging der September schneller als erwartet und am kommenden Montag steht die erste Kreißsaalführung an.

Beschwerden in der Schwangerschaft
Ich finde es wirklich bemerkenswert, wie sich die Beschwerden immer wieder verändern. Die Mittagschläfchen bin ich in den letzten Wochen fast komplett losgeworden, ich brauche maximal eins in der Woche. Am Anfang der Schwangerschaft war ja fast jeden Tag eins drin. Dafür habe ich die schlimmsten Stimmungsschwankungen vor dem Herrn. Von himmelhochjauchzend über zu Tode betrübt bis wütend und nochmal zurück komme ich manchmal in unter zehn Minuten. Neulich bin ich mit einer Erkältung nach einem Nickerchen wach geworden und habe sofort angefangen zu heulen. Ich konnte kaum erklären, warum ich weinte oder was los war und mein Mann brauchte lange, um mich beruhigen zu können. Ich bin dünnhäutig wie noch was und fühle mich manchmal, als wäre ich wieder an den Anfang meiner Pubertät zurückversetzt worden. Schön ist anders, ich sag’s euch. Die kleinsten Kleinigkeiten machen mich komplett fertig, ich nehme fast alles persönlich und nerve mich damit ohne Ende selbst. Vielen Dank, liebe Hormone. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich mich freue, wenn das endlich wieder normal wird!
Seit einigen Wochen habe ich Wassereinlagerungen in den Händen. Meinen Ehering habe ich ja vorsorglich bereits früh in der Schwangerschaft abgelegt und inzwischen sind die Finger meistens dick und geschwollen. Das führt dazu, dass mir die Finger sehr schnell einschlafen, was natürlich unangenehm ist. Auch kann ich die Finger kaum noch ineinander verschränken. Schmerzen habe ich bisher noch keine, aber es stellt sich natürlich die Frage, wie lange dieser segensreiche Zustand noch anhält. In den Füßen habe ich bisher noch gar keine derartigen Probleme.
Die Rückenschmerzen werden auch nicht mehr besser, aber da ich mittlerweile endlich einen Tankini gefunden habe, der passt und Platz für meinen Bauch hat (der schon ordentlich wächst!), kann ich endlich regelmäßig schwimmen gehen, um dem ein wenig Abhilfe zu schaffen.

Blutungen
Nachdem ich ja vor einem Monat noch gejubelt habe, dass ich endlich keine Blutung hatte, als ich bei meiner Ärztin war, kam ich am 3. September prompt mit einer Blutung ins Krankenhaus. Ich hatte mich an dem Wochenende wohl etwas übernommen und mir und dem Baby etwas zu viel zugemutet, sodass ich am Sonntagabend auf der Toilette eine Blutung bemerkte. Meine Schwiegermutter fuhr mich und meinen Mann sofort ins Krankenhaus, wo ich auch schnell von einer sehr netten Assistenzärztin untersucht wurde. Dem Baby ging es gut (Gott sei Dank!) und sie konnte – mal wieder – keine Ursache für die Blutung feststellen. Dennoch wollte sie mich zur Beobachtung dabehalten. Bereits in der Nacht von Sonntag auf Montag hörte die Blutung auf und nach einer Belastungsprobe am Montag (ich durfte rumlaufen, aber nicht zu viel), bin ich am darauffolgenden Dienstag wieder entlassen worden. Seitdem ist wieder Ruhe mit Blutungen. Ich ruhe mich viel aus und mute meinem Körper nicht so viel zu wie Anfang des Monats und ich glaube, dass sind die absolut richtigen Entscheidungen. Aber immerhin konnte ich so eine der vier Entbindungskliniken in meiner Stadt schon mal ein bisschen kennen lernen! 😉

Schöne Erlebnisse
Das mit Abstand schönste Erlebnis im September war der Termin bei meiner Gynäkologin am letzten Dienstag. Wir haben zwar leider das Geschlecht noch nicht erfahren, aber dafür konnten wir uns ganz in Ruhe alle Organe des Kleinen ansehen. Mein Baby ist derzeit 18 cm groß und wiegt 286 Gramm. Wir konnten den Magen, das Kleinhirn, alle vier Herzkammern, die Blase und Hände und Füßchen sichtbar machen. Es scheint meine Nase zu haben 😉 (als könnte man das jetzt schon mit Sicherheit sagen) und ist ein echter Zappelphilipp! Oder Zappelphilippa? Meine Ärztin meinte „im Moment sieh’ts eher nach ’nem Mädel aus“ – aber ich glaube, das liegt nur daran, dass sie keinen Penis erkennen konnte. Also bleibt das nochmal abzuwarten. Besonders schön daran war auch, dass mein Mann endlich mal dabei war und sein Baby in Ruhe bewundern konnte. Der nächste Termin ist in der letzten Oktoberwoche und ich freue mich jetzt schon!
Außerdem spüre ich jetzt immer mal wieder, wie mein Baby sich bewegt. Bisher ging das ja nur, wenn ich ruhig auf dem Rücken oder der Seite lag und eine Hand auf dem Bauch hatte. Aber inzwischen merke ich das Baby auch zwischendurch immer mal. Das ist einfach ein wunderschönes und beruhigendes Gefühl. ♥
Heute haben mein Mann und ich einen kleinen „Babymoon“ gebucht. Ende November fahren wir für vier Tage in ein Wellnesshotel etwa eine Stunde von unserem Wohnort entfernt. Dort wollen wir es uns einfach nochmal ein bisschen gut gehen lassen, bevor das Baby zur Welt kommt. Wir freuen uns zwar wahnsinnig auf die Zeit mit Kind, aber ein letztes Mal die Zweisamkeit genießen muss auch drin sein.

Weniger schöne Erlebnisse
In den letzten Wochen war ich für die nicht so schönen Dinge meist selbst verantwortlich. Meine Stimmungsschwankungen machen mir das Leben nicht unbedingt leichter. Außerdem lag mein Mann im September eindeutig zu oft und zu lange im Krankenhaus, weshalb ich viel allein zu Hause war. Bis zum Tag der Untersuchung war zum Beispiel nicht sicher, ob er zum Ultraschall mitkommen kann. Das stresst mich zusätzlich. Ich hoffe, dass der Oktober, was das angeht, entspannter wird.

So, ich glaube, ich habe alles aufgeschrieben, was wichtig ist. Falls ich etwas vergessen habe, reiche ich es nach! (Nicht dass ich vergesslich wäre oder so… nein nein…) Ich hoffe, meinen Mitschwangeren geht es gut und drücke nach wie vor allen, die fleißig am Nachwuchs arbeiten, beide Daumen.

Liebste Grüße! ♥

Verrückte Träume

Seit ich schwanger bin, träume ich sehr viel und sehr lebendig. Und oft genug machen meine Träume mal so überhaupt gar keinen Sinn. Ich hab‘ das ja schon an anderer Stelle angerissen, dass ich von ehemaligen Arbeitskollegen träume (die ich ewig nicht gesehen habe!), davon, wieder in meinem alten Job im Einzelhandel zu arbeiten und manchmal sogar völlig fremde Leute in meinen Träumen vorkommen, die ich überhaupt nicht kenne. Ich hab von einigen Leuten aus meinem privaten Umfeld gehört, dass das normal und kein Grund zur Besorgnis ist. Warum auch, immerhin sind es nur Träume.

Doch in der letzten Woche träume ich verstärkt von meinem Kind. Genauer gesagt träume ich davon, dass dieses Kind auf der Welt ist. Keine Sorge, es sind keine Alpträume, nein, es geht dem Kind immer gut in meinen Träumen. Allerdings ist es immer, und zwar wirklich immer immer immer, ein Mädchen. Ich bin inzwischen in der 20. Woche und habe heute Abend einen Termin zum großen Umtraschall, bei dem mein Mann & ich vielleicht erfahren, welches Geschlecht unser Kind tatsächlich haben wird.

Jetzt frage ich mich natürlich, woher die Träume kommen. Träume ich nur davon, weil ich von allen Mädels und Frauen in meinem Umfeld zu hören bekomme, dass ich ein Mädchen kriegen soll (als hätte ich da so großen Einfluss drauf, wir sind ja nicht bei den SiMS)? Oder weil mein Mann Stein und Bein schwört, dass er nur Jungs zeugen kann? Sein Großvater, sein Vater, sein Onkel und sein Bruder haben nämlich bisher immer nur Söhne bekommen. (Keine Angst, wie das biologisch funktioniert, weiß er schon.) Ist das vielleicht eine Trotzreaktion meines Unbewussten, dass ich von Töchtern träume? Ich weiß es nicht, ich bin aber sehr gespannt, ob und was die Gynäkologin zu dem Thema heute Abend sagt.

Kennt ihr diese Art von Träumen? Habt ihr auf diese Weise das Geschlecht eures Kindes „vorhergesagt“? Oder träume ich einfach nur irgendwelchen Quatsch? Ich werde auf jeden Fall abwarten und dann mal schauen, ob ich die Wahrheit geträumt habe oder nicht! 😉

Liebe Grüße ❤